Entnahmeplan · Stand Oktober 2026

Entnahmeplan-Rechner: Wie lange reicht dein Geld?

Kapital und Wunsch-Entnahme eintragen, und du siehst, bis zu welchem Alter dein Depot dich trägt. Oder umgekehrt: wie viel du jeden Monat entnehmen kannst. Netto, nach Abgeltungsteuer und Teilfreistellung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Entnahmeplan heißt: Du verkaufst jeden Monat ETF-Anteile und lebst davon, der Rest arbeitet weiter.
  • Steuer zahlst du nur auf den Gewinnanteil jedes Verkaufs, bei Aktien-ETFs auf 70 % davon, und erst, wenn dieser steuerpflichtige Teil 1.000 € im Jahr übersteigt. Bei Aktien-ETFs ist das ab rund 1.430 € Gewinn.
  • Die Rendite entscheidet: 300.000 € reichen bei 1.500 € im Monat ohne Rendite 16 Jahre und 8 Monate, mit 5 % rund 34 Jahre. Das gilt ohne Steuern und ohne Inflationsausgleich. Mit beidem, wie im Rechner voreingestellt, sind es rund 20 Jahre.

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Rechner

Entnahmeplan berechnen

Wähle, was du wissen willst. Der Rechner rechnet sofort mit, während du tippst.

Der heutige Wert deines Depots.
So viel willst du jeden Monat aufs Konto bekommen.
Vor Inflation. Aktien-ETF langfristig etwa 5 bis 7 %, mit Anleihen-Anteil eher 3 bis 4 %.
Steuern, Inflation und Startalter
Dein Kaufpreis. Nur der Gewinn darüber wird versteuert.
Allein 1.000 €, zusammenveranlagte Paare 2.000 €. 0, wenn er schon anderweitig verbraucht ist.
Ziel der EZB: 2 %.
Damit der Rechner sagt, bis zu welchem Alter es reicht.
Dein Geld reicht –

Trag deine Zahlen ein.

Insgesamt ausgezahlt (netto)–
Dazu gezahlte Steuern–
Für immer möglich (100 Jahre)–
Bei 1 Prozentpunkt mehr Rendite–
Depotwert während der Entnahme
Depotwertbisher entnommen (netto)

Crash-Puffer und Depot finden

Vereinfachte Rechnung: feste Rendite, Entnahme zu Monatsbeginn, Steuer auf den durchschnittlichen Gewinnanteil jedes Verkaufs (der Broker verkauft nach FIFO zuerst die ältesten Anteile, bei Sparplan-Depots ist die Steuer in den ersten Jahren deshalb meist etwas höher) mit 30 % Teilfreistellung und Sparerpauschbetrag je Kalenderjahr. Ohne Vorabpauschale, Kirchensteuer, Fondskosten und Krankenversicherungsbeiträge. Keine Anlage- oder Steuerberatung.

Tabelle

Wie lange reicht mein Geld? Tabelle für typische Beträge

Feste monatliche Entnahme, 5 % Rendite pro Jahr, ohne Steuern und ohne Inflationsausgleich. Mit Steuern und steigender Entnahme wird es kürzer, das rechnet der Rechner oben.

Gleiche Rechnung wie im Rechner oben, mit ausgeschalteter Steuer und Inflation.
Kapital500 €1.000 €1.500 €2.000 €3.000 €
100.000 €34,2 Jahre10,7 Jahre6,4 Jahre4,6 Jahre2,9 Jahre
250.000 €über 100 Jahreüber 100 Jahre23,1 Jahre14,5 Jahre8,4 Jahre
500.000 €über 100 Jahreüber 100 Jahreüber 100 Jahreüber 100 Jahre23,1 Jahre
1.000.000 €über 100 Jahreüber 100 Jahreüber 100 Jahreüber 100 Jahreüber 100 Jahre

So liest du die Tabelle

„Über 100 Jahre“ heißt: Die Entnahme ist so klein, dass das Geld länger als 100 Jahre hält. Ist sie kleiner als die Erträge, wächst das Kapital sogar weiter. Ab 500.000 € und 2.000 € im Monat reicht es bei 5 % Rendite für immer, zumindest ohne Inflation. Mit Inflationsausgleich muss die Entnahme jedes Jahr steigen, und genau das unterschätzen die meisten.

Steuern

Wie wird ein Entnahmeplan versteuert?

Jede Entnahme ist ein Verkauf von ETF-Anteilen. Der Broker rechnet aus, welcher Teil davon Gewinn ist, und behält darauf die Steuer ein. Dein eingezahltes Geld bekommst du steuerfrei zurück.

  1. Gewinnanteil: Steckt in deinem Depot im Durchschnitt 1/3 Gewinn, ist bei 1.500 € Entnahme rund 500 € Gewinn.
  2. Teilfreistellung: Bei Aktien-ETFs sind 30 % des Gewinns steuerfrei. Bleiben 350 €.
  3. Sparerpauschbetrag: Die ersten 1.000 € des steuerpflichtigen Gewinns im Jahr (Paare 2.000 €) sind frei, wenn du einen Freistellungsauftrag gestellt hast.
  4. Abgeltungsteuer: Auf den Rest 25 % plus 5,5 % Soli, zusammen 26,375 %, plus Kirchensteuer, falls du sie zahlst.

Weil beim Entnahmeplan nach und nach immer mehr Gewinn im Depot steckt, steigt der durchschnittliche Gewinnanteil und damit die Steuer pro Entnahme mit den Jahren leicht an. Der Rechner berücksichtigt das Monat für Monat. Weil der Broker nach FIFO zuerst die ältesten Anteile verkauft, kann die Steuer bei einem Sparplan-Depot in den ersten Jahren auch etwas höher liegen. Die Vorabpauschale, die bei thesaurierenden ETFs jedes Jahr im Januar fällig wird, lässt er weg: Sie wird beim späteren Verkauf wieder angerechnet und verschiebt die Steuer nur zeitlich.

📉 Crash-Schutz

Entnahmeplan und Börsencrash: der Puffer

Das größte Risiko beim Entnahmeplan ist ein Crash in den ersten Jahren. Dann verkaufst du billig, und diese Anteile fehlen bei der Erholung. Die einfachste Absicherung: zwei bis drei Jahresentnahmen außerhalb der Aktien parken.

  1. Aktien-ETF für das meiste

    Der große Teil bleibt weltweit gestreut investiert und wächst weiter.

  2. Puffer für 2 bis 3 Jahre

    Zum Beispiel in einem Geldmarkt-ETF oder auf Tagesgeld. Aus diesem Topf lebst du, wenn die Börse fällt.

  3. Nachfüllen in guten Jahren

    Wenn die Kurse oben sind, verkaufst du Aktien-ETF und füllst den Puffer wieder auf.

Depots für deinen Entnahmeplan

Für Entnahmepläne

Scalable Capital

Für Entnahmepläne auf ETFs

  • Auszahlpläne für ETFs möglich
  • Sparpläne ab 1 € ohne Gebühr
  • Zinsen auf das Guthaben als Puffer
  • Keine Depotgebühr

Ehrlich gesagt: Puffer auf dem Zinskonto, Rest im ETF, alles in einer App.

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Trade Republic

Für einfache Verkäufe für 1 €

  • Einzelverkauf für 1 € Fremdkostenpauschale
  • Zinsen auf das Guthaben
  • Keine Depotgebühr
  • Sehr einfache App

Ehrlich gesagt: Kein automatischer Entnahmeplan für alle ETFs, aber jeder Verkauf kostet nur 1 €.

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ING Direkt-Depot

Für alle, die alles bei einer Bank wollen

  • Girokonto, Tagesgeld und Depot unter einem Dach
  • Große Direktbank
  • Keine Depotgebühr
  • Sparpläne ohne Ausführungsgebühr

Ehrlich gesagt: Wer im Ruhestand lieber mit einer Bank als mit einer App spricht, ist hier richtig.

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Stand: Oktober 2026, laut Anbieterangaben. Ob und zu welchen Kosten automatische Auszahlpläne für deinen ETF gehen, steht im Preisverzeichnis des Anbieters. Konditionen können sich jederzeit ändern.

Häufige Fragen

Fragen zum Entnahmeplan

Was ist ein Entnahmeplan?

Bei einem Entnahmeplan verkaufst du jeden Monat einen Teil deines Depots und lässt dir das Geld auszahlen, wie eine selbst gemachte Rente. Der Rest bleibt angelegt und arbeitet weiter. Anders als bei einer Rentenversicherung gehört dir das Geld jederzeit, und was am Ende übrig ist, erben deine Erben.

Wie lange reicht mein Geld bei einer monatlichen Entnahme?

Das hängt von drei Dingen ab: Kapital, Entnahme und Rendite. Ein Beispiel ohne Steuern: 300.000 € reichen bei 1.500 € im Monat und 5 % Rendite rund 34 Jahre, bei 0 % Rendite nur 16 Jahre und 8 Monate. Steigt die Entnahme jedes Jahr mit der Inflation und zieht der Rechner Steuern ab, wird es kürzer. Genau das rechnet der Rechner oben für deine Zahlen aus.

Wie viel kann ich jeden Monat aus meinem Depot entnehmen?

Stell im Rechner auf „Wie viel kann ich entnehmen?“ und gib die Laufzeit ein. Als Faustregel gilt die 4-Prozent-Regel: Im ersten Jahr 4 % des Depots, danach jedes Jahr um die Inflation erhöht. Bei 300.000 € sind das 12.000 € im Jahr, also 1.000 € im Monat vor Steuern.

Wie wird ein Entnahmeplan versteuert?

Jede Entnahme ist ein Verkauf. Steuer fällt nur auf den Gewinnanteil an, nicht auf dein eingezahltes Geld. Bei Aktien-ETFs sind davon 30 % steuerfrei (Teilfreistellung), auf den Rest fallen 26,375 % Abgeltungsteuer mit Soli an. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € im Jahr (2.000 € für Ehepaare) bleibt alles steuerfrei. Der Rechner zieht das ab, wenn du die Steuer eingeschaltet lässt.

Wie wichtig ist der Kaufpreis für die Steuer?

Sehr. Je mehr Gewinn in deinem Depot steckt, desto mehr Steuer kostet jeder Verkauf. Wer 300.000 € Depotwert hat und 150.000 € eingezahlt hat, versteuert im Durchschnitt bei jeder Entnahme die Hälfte als Gewinn, davon 70 %. Genau genommen verkauft der Broker zuerst die ältesten Anteile (FIFO), bei einem Sparplan-Depot ist der Gewinnanteil der ersten Entnahmen deshalb meist höher. Trag deshalb unter „Steuern, Inflation und Startalter“ ein, wie viel du ursprünglich eingezahlt hast.

Was passiert bei einem Börsencrash während der Entnahme?

Dann musst du mehr Anteile verkaufen, um denselben Betrag zu bekommen, und diese Anteile fehlen bei der Erholung. Ein Crash in den ersten Jahren schadet deshalb viel mehr als einer am Ende. Viele halten zwei bis drei Jahresentnahmen in Tagesgeld oder einem Geldmarkt-ETF bereit, um im Crash nicht verkaufen zu müssen. Der Rechner rechnet mit einer festen Durchschnittsrendite und zeigt dieses Risiko nicht.

Ist ein Entnahmeplan besser als eine Rentenversicherung?

Meist ist er günstiger und flexibler: Du kommst jederzeit an dein Geld, und was übrig ist, wird vererbt. Dafür gibt es keine Garantie, dass das Geld bis zum Lebensende reicht. Eine Rentenversicherung zahlt lebenslang, kostet aber mehr und ist im Todesfall oft weg. Manche kombinieren beides: Entnahmeplan bis 85, für danach eine kleine Leibrente.

Mit welcher Rendite sollte ich rechnen?

Für einen weltweiten Aktien-ETF sind 5 bis 6 % pro Jahr vor Inflation eine vorsichtige Annahme für lange Zeiträume. Wer im Ruhestand einen Teil in Anleihen oder Tagesgeld hält, sollte eher mit 3 bis 4 % rechnen. Garantiert ist keine dieser Zahlen.

Quellen

Zuletzt geprüft: Rechenweg: monatlich, Entnahme zu Monatsbeginn, Steuer auf den anteiligen Gewinn je Verkauf, Sparerpauschbetrag je Kalenderjahr.Fehler gefunden? lambo@reich-rechner.de

Noch nicht genug Kapital? Dann zuerst dahin.

Der Finanzielle-Freiheit-Rechner zeigt, ab welchem Alter dein Vermögen deine Ausgaben trägt.