Wer „Millionäre in Deutschland“ sucht, findet Zahlen zwischen ein paar Hunderttausend und mehreren Millionen. Fast immer liegt es an drei Fragen:
- Haushalte oder Personen? Die Bundesbank zählt Haushalte. Ein Ehepaar mit gemeinsamem Haus und Depot ist ein Millionärshaushalt, aber vielleicht kein einziger Millionär pro Kopf.
- Mit oder ohne Immobilie? Wir zählen das Nettovermögen mit selbst genutztem Haus und abzüglich Schulden. Berichte über „Dollar-Millionäre“ von Banken und Vermögensverwaltern zählen oft nur Geld, das man anlegen kann. Dann sind es deutlich weniger.
- Euro oder Dollar? Internationale Berichte rechnen in US-Dollar. Je nach Wechselkurs wird man dort Millionär oder hört auf, einer zu sein, ohne dass sich am Vermögen etwas ändert.
Die Bundesbank-Studie „Private Haushalte und ihre Finanzen“ ist die genaueste amtliche Quelle für Deutschland, weil sie Haushalte direkt befragt und sehr reiche Haushalte gezielt überrepräsentiert. Ganz oben, bei Milliardären, unterschätzt aber auch sie. Für die Frage, wie viele Haushalte eine Million haben, ist sie die beste Grundlage.